
Plötzlich steht das Leben Kopf
PD Dr. med. Elisabeth Kaufmann ist eine unserer Expertin im EASEE®TALK. Hier stellt sie sich vor.
Die Diagnose „Epilepsie“ kommt in den allermeisten Fällen sehr unerwartet und geht mit großen Veränderungen im Leben der Patienten* und ihres Umfeldes einher.
Ich bin Elisabeth Kaufmann und in meiner Rolle als Neurologin in der Neurologischen Klinik der LMU München treffe ich viele solche Menschen, die mit der Diagnose einen großen Einschnitt in ihrem Leben erleiden.
Hier, in der EASEE family, möchte ich gerne zusammen mit meinem Kollegen, Herrn Prof. Syrbe aus Heidelberg, nicht nur über die Krankheit Epilepsie an sich, sondern auch über die Einschränkungen und die Belastung für die Betroffenen sprechen. Schicken Sie uns gern Ihre Frage, die wir in einer unserer Informationsrunden aufgreifen sollen.
Ein Fall, an den ich oft denken muss, beginnt mit einer Kaffeerunde.
Ein Fall, an den ich oft denken muss, beginnt mit einer Kaffeerunde. Hier hat der Patient seinen ersten Anfall und danach ist nichts mehr wie zuvor. Er hatte gerade seine Ausbildung abgeschlossen, konnte aber nun, auch wenn er meist nur alle paar Wochen einen Anfall hatte, diesen Beruf nicht weiter ausüben. Inzwischen hat er umgeschult und einen festen Arbeitsplatz, mit dem er zufrieden ist.
Die Behandlung seiner Anfälle war auch lange Zeit nicht von Erfolg gekrönt. Verschiedene Medikamente und auch die Implantation von Tiefenhirnelektroden brachten nicht den gewünschten Erfolg. Besonders belastend für den Patienten war dabei auch die Zeit, die er nach der Implantation im Krankenhaus verbringen musste. Seine Anfälle begannen fokal im Sprachzentrum, das weit von den Tiefenelektroden entfernt liegt.
Seine Epilepsie hat sehr gut auf die Therapie angesprochen
Er wurde schließlich in eine klinische Studie zur Erprobung von EASEE® eingeschlossen. Für ihn ein Glücksfall. Seine Epilepsie hat sehr gut auf die Therapie angesprochen und er ist sehr optimistisch, dass es noch besser wird.
In der Behandlung von Epilepsien ist es wichtig zu erkennen, wann eine realistische Besserung unter Medikamenten nicht mehr zu erwarten ist und den Patienten rechtzeitig Alternativen vorzustellen. Diese können ein chirurgischer Eingriff oder verschiedene Stimulationsmethoden sein.
In unseren Beiträgen möchten wir auch auf verschiedene Behandlungsformen eingehen. Wir möchten hier regelmäßig Blogbeiträge und Interviews platzieren. Wenn Sie Fragen zu dem Thema haben, schreiben Sie uns und wir versuchen, die Frage in unseren Gesprächen mit aufzugreifen.
Die Inhalte auf dieser Seite dienen ausschließlich der Information und nicht der persönlichen medizinischen Beratung. Bitte sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt. Weitere Informationen finden Sie hier.